ATM Crypto: Aktuelle Kurse, News und Prognosen

Alexander Seifert

ATM Crypto: Aktuelle Kurse, News und Prognosen

Lesezeit 5 Minuten

Du stehst vielleicht gerade vor einem dieser Geräte, das aussieht wie ein Geldautomat, aber es wirft dir kein Euro-Scheine aus, sondern vielleicht ein paar digitale Münzen. Oder du hast davon gehört: „crypto atm“, also ein Geldautomat für Kryptowährungen. Vielleicht fragst du dich: Was mache ich damit? Wie funktioniert so ein Ding überhaupt? Und ist das sicher? Das ist völlig normal. Die Welt der Kryptowährungen kann anfangs verwirrend sein, aber ich erkläre dir ganz ruhig und Schritt für Schritt, was hinter diesen Geräten steckt und wie du sie nutzen kannst, wenn du das möchtest.

Was genau ist ein Krypto-ATM?

Stell dir einen normalen Bankautomaten vor. Du steckst deine Karte rein, gibst eine PIN ein, und du bekommst Bargeld. Ein Krypto-ATM, oder ein ATM für Kryptowährungen, macht im Grunde das Gegenteil, oder zumindest eine Variante davon. Es ist eine Schnittstelle zwischen der analogen Welt (deinem Bargeld) und der digitalen Welt (deinen digitalen Währungen wie Bitcoin).

Vereinfacht gesagt, kannst du an diesen Automaten Kryptowährungen kaufen und manchmal auch verkaufen. Es ist die schnellste und oft unkomplizierteste Methode, um physisches Geld direkt in digitale Währungen umzuwandeln, ohne lange Online-Überweisungen oder komplizierte Verifizierungsprozesse mancher Börsen durchlaufen zu müssen. Du brauchst dafür in der Regel nur ein Smartphone und eine digitale Geldbörse, eine sogenannte Wallet.

Der Unterschied zwischen Kauf und Verkauf

Das ist ein wichtiger Punkt, den viele am Anfang verwechseln. Nicht jeder Krypto-ATM kann beides.

Kaufen: Das ist die häufigste Funktion. Du steckst Bargeld in den Automaten. Der Automat wandelt diesen Betrag zu einem aktuellen Kurs in die gewählte Kryptowährung um und sendet diese direkt an deine Wallet-Adresse. Das ist, als würdest du einen Gutschein kaufen, der sofort in digitale Münzen eingelöst wird.

Verkaufen: Das ist seltener und erfordert oft eine komplexere Abwicklung. Hier verkaufst du deine vorhandenen Kryptowährungen. Der Automat sendet die Coins zurück an die Börse oder das Netzwerk, und du erhältst im Gegenzug Bargeld aus dem Gerät. Das erfordert meistens eine Wallet, die du direkt am Gerät verifizieren kannst.

Wie nutzt du einen Krypto-Automaten? Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung

Bevor du losziehst, um einen Krypto-Automaten für Bitcoin oder andere Coins zu finden, solltest du vorbereitet sein. Du brauchst nämlich eine digitale Geldbörse. Wenn du noch keine hast, ist das der erste Schritt. Denk an deine Wallet wie an dein physisches Portemonnaie, nur eben digital und auf deinem Handy gespeichert.

VIDEO: BITCOIN: WELTUNTERGANGSSTIMMUNG

ATM Crypto: Aktuelle Kurse, News und PrognosenVorbereitung: Deine digitale Geldbörse

Du benötigst eine Wallet, die QR-Codes lesen und anzeigen kann. Das ist wichtig, weil die Kommunikation am ATM fast immer über diese Codes läuft. Du kannst eine App auf deinem Smartphone nutzen, die als dein persönliches „Krypto-Konto“ dient.

Lade dir eine vertrauenswürdige Wallet-App herunter. Dort erstellst du eine Adresse, die aussieht wie eine lange Kette von Buchstaben und Zahlen. Dies ist deine Empfangsadresse. Nur diese Adresse teilst du dem Automaten mit, damit er weiß, wohin er die gekauften Coins senden soll.

Der Ablauf am Automaten

  1. Standort finden: Zuerst musst du einen passenden Krypto-ATM finden. Es gibt spezielle Webseiten und Apps, die dir zeigen, wo sich das nächste Gerät befindet.
  2. Währung wählen: Am Bildschirm wählst du aus, was du kaufen möchtest – meistens Bitcoin (BTC), aber auch Ethereum (ETH) oder andere bekannte Coins.
  3. Adresse eingeben: Jetzt kommt der wichtigste Schritt. Der Automat fordert dich auf, deine Wallet-Adresse anzugeben. Das machst du, indem du den QR-Code deiner Wallet-App mit der Kamera des Automaten scannst. Oder du tippst die Adresse manuell ein, was ich weniger empfehle, weil man sich leicht vertippt.
  4. Bargeld einzahlen: Du steckst nun deine Euro-Scheine in den dafür vorgesehenen Schlitz, genau wie bei einem normalen Bankautomaten. Achte darauf, dass der Automat deine Scheine annimmt (manche akzeptieren nur bestimmte Stückelungen).
  5. Transaktion bestätigen: Der Automat zeigt dir an, wie viele Coins du für dein Geld bekommst (inklusive der Gebühr des Automatenbetreibers). Du bestätigst den Kauf.
  6. Warten: Die Coins werden nun an deine Wallet-Adresse gesendet. Das dauert oft nur wenige Minuten, kann aber je nach Netzwerkbelastung etwas länger dauern. Du kannst das auf dem Bildschirm verfolgen.

Die Kostenfalle: Worauf du bei Krypto-ATMs achten musst

Hier kommt der Teil, wo du aufpassen musst. Krypto-ATMs sind bequem, aber Bequemlichkeit kostet oft Geld. Du zahlst immer zwei Arten von Gebühren, wenn du so einen Automaten benutzt.

1. Die Netzwerkgebühr (Mining Fee)

Jede Transaktion im Kryptonetzwerk (zum Beispiel bei Bitcoin) muss von Minern bestätigt werden. Diese Miner verlangen eine kleine Gebühr. Diese Gebühr ist unabhängig vom Automaten und fällt immer an, wenn du Coins bewegst. Sie kann schwanken, je nachdem, wie viel gerade im Netzwerk los ist.

Bereichernde Links

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2. Die Automatenbetreiber-Gebühr (Service Fee)

Das ist die Marge des Unternehmens, das den Automaten aufgestellt hat. Diese Gebühr ist oft deutlich höher als die Gebühren, die du auf großen Online-Börsen zahlst. Bei Krypto-ATMs siehst du häufig Gebühren zwischen 7 % und 15 % des eingezahlten Betrags. Das ist der Preis für die schnelle, anonyme Barzahlung.

Wenn du also 100 Euro einwirfst, können am Ende vielleicht nur 90 Euro oder 93 Euro an Coins in deiner Wallet landen, je nach den aktuellen Gebühren. Vergleiche die angezeigten Raten immer genau, bevor du den Kauf abschließt. Es ist wichtig, dass du die Gebühr klar auf dem Bildschirm siehst, bevor du Bargeld einwirfst. Weitere Informationen zu Kryptowährungen findest du in unserem Ratgeber.

Sicherheit und Anonymität – Was geht am Krypto-ATM?

Viele Leute suchen nach Krypto-ATMs, weil sie glauben, hier besonders anonym handeln zu können. Hier muss ich ehrlich sein: Die Zeiten der völligen Anonymität sind größtenteils vorbei, besonders bei neuen Geräten. Wer sich für das Investieren in Kryptowährungen interessiert, sollte sich auch mit den Grundlagen der Sicherheit auseinandersetzen.

Identitätsprüfung (KYC)

Aufgrund von Geldwäschebestimmungen verlangen die Betreiber von Krypto-ATMs in vielen Ländern eine Identitätsprüfung, das sogenannte Know Your Customer (KYC). Je nachdem, wie viel Geld du bewegen möchtest, kann der Automat dich auffordern:

  • Dein Handy zu verifizieren (über eine SMS).
  • Deine Telefonnummer anzugeben.
  • Einen Ausweis oder Führerschein zu scannen.

Wenn du nur kleine Beträge kaufst, ist die Anforderung oft geringer. Aber rechne damit, dass du für größere Summen deine Identität preisgeben musst. Es ist also nicht immer der anonyme Weg, den manche sich erhoffen.

Physische Sicherheit des Geräts

Du nutzt eine Kamera und ein Bargeldeinwurfschlitz. Sei immer wachsam. Wenn du einen Krypto-Automaten in einer fremden Umgebung siehst, achte darauf, ob jemand verdächtig in deiner Nähe steht oder ob Kabel manipuliert aussehen. Wie bei jedem Geldautomaten gilt: Wenn es sich komisch anfühlt, lass es lieber sein und nutze eine etablierte Online-Börse.

Wann macht ein Krypto-ATM Sinn für dich?

Trotz der höheren Gebühren gibt es Situationen, in denen ein Krypto-ATM eine echte Hilfe ist:

  • Der schnelle Einstieg: Du hast Bargeld und willst sofort loslegen, ohne dich bei einer Online-Börse registrieren und verifizieren zu müssen (zumindest für kleine Mengen).
  • Das Geschenk: Du möchtest einem Freund oder Familienmitglied eine kleine Menge Bitcoin schenken und hast kein Bankkonto zur Verfügung, aber Bargeld.
  • Die Notlösung: Deine Internetverbindung funktioniert nicht, oder du hast Probleme mit deiner Online-Börse und brauchst dringend eine Transaktion.

Für den langfristigen Vermögensaufbau oder größere Investitionen rate ich dir aber immer, dich mit einer regulierten Krypto-Börse auseinanderzusetzen. Dort sind die Gebühren in der Regel viel niedriger und die Prozesse transparenter, auch wenn sie mehr Schritte erfordern.

Merk dir: Krypto-ATMs sind ein praktisches Werkzeug für kleine, schnelle Aktionen, aber sie sind kein Ersatz für etablierte Handelsplattformen, wenn es um größere Summen geht. Nimm dir die Zeit, die Gebühren zu vergleichen, und fühle dich sicher bei der Bedienung, bevor du dein Bargeld hineinwirfst.

Häufig gestellte fragen

wo finde ich einen crypto atm in meiner nähe?

Du kannst spezielle Online-Dienste und Apps nutzen, die eine Karte mit allen registrierten Krypto-Automaten anzeigen. Diese Dienste zeigen dir oft auch die aktuellen Gebühren und welche Coins der jeweilige Automat unterstützt. Suche einfach nach „Krypto ATM Finder“.

muss ich meine identität am automaten angeben?

Das hängt von der gesetzlichen Lage in deinem Land und dem jeweiligen Automatenbetreiber ab. Für kleine Beträge ist oft keine aufwendige Identitätsprüfung nötig, aber für größere Summen verlangen die Betreiber meistens eine Verifizierung per Telefonnummer oder sogar Ausweisscan.

was passiert, wenn der automat mein geld einzieht, aber keine coins sendet?

Das ist ein Albtraum, aber es kommt vor. Da es sich um einen physischen Automaten handelt, musst du den Betreiber kontaktieren, der auf dem Gerät angegeben ist. Prüfe deinen Kaufbeleg, falls du einen erhalten hast, und dokumentiere genau, wann und wie viel du eingezahlt hast. Seriöse Betreiber haben einen Kundensupport für solche Fehler.

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